sonneck

„Ich kann mich noch ganz genau erinnern…“ ist der Beginn eines Satzes, den wir schon sehr oft gehört haben – von unseren Großeltern, unseren Eltern, von Freunden und Bekannten. Unsere Vergangenheit ist es, die uns als Menschen formt und prägt. Unsere Füße formen heute die Welt von morgen, bringen uns an neue Orte, die bald nur noch schemenhaft in unserem Gedächtnis ruhen. Die Zeit macht uns vergesslich, der Alltag bringt uns immer wieder neue Sorgen. Aus unseren Erinnerungen können wir Kraft tanken, Sinn finden, ruhen und schwelgen. Sie bestimmen uns als Individuen. Wir bestehen aus unseren Erinnerungen. Sie sind unsere Wurzeln und bestimmen die Zukunft. Wir erinnern uns an unsere Vergangenheit lernen aus ihr, manchmal auch erst Jahre später, sie helfen uns, das Leben zu verstehen. Ob wir uns allerdings an alles erinnern können ist fraglich, denn Erinnerungen haben immer kleine Lücken, Passagen, die wir schnell vergessen. Deswegen ist es wichtig, möglichst vieles festzuhalten. Das können wir in Form eines Tagebuchs, indem wir die Geschichten unseren Kindern und Enkelkindern erzählen, oder in Fotografien.

Meine Bachelor-Arbeit sonneck ist im Jahr 2014 entstanden und beschreibt die Kindheitsträume- und erinnerungen meiner Familie. Dazu ist eine Fotografie-Reihe von acht Bildern entstanden und unterlag dem Anspruch, diese Geschichten aufzuarbeiten und neu zu interpretieren.

Zu den Bildern ist ein kleines Buch entstanden, das alle Geschichten mit den dazugehörigen Bildern zusammenfasst und meine Idee genauer beschreibt. Zusätzlich habe ich ein Ausstellungsobjekt aus Holz gebaut, in das die Bilder auf Acrylglas gedruckt, eingelassen wurden und von innen beleuchtet werden.